Renale Clearance-Untersuchung:

Renale Clearance Untersuchung

Clearance-Untersuchungen werden zur Messung der Nierendurchblutung, Nierenfunktion und Filtrationsleistung, sowie zur Prüfung der Endothelfunktion im Nierenstromgebiet durchgeführt. Dazu werden dem Probanden neben NaCl auch Testsubstanzen (PAH, Inulin, und eventuell L-MNNA, Arginin oder Vitamin C) über eine Infusion verabreicht, während in regelmäßigen, festgelegten Abständen Blutproben entnommen werden und gleichzeitig der Blutdruck überwacht wird. Während der Untersuchung liegt der Patient in einem ruhigen Raum.

Sphygmocor-Messung (PWA, PWV):

Sphygmocor Messung

Das SphygmoCor System stellt eine nicht-invasive Möglichkeit zur Messung und Analyse peripherer Blutdruck-Pulswellen mit Hilfe der Applanations-Tonometrie dar.

  • Pulswellenalyse (PWA) Messung:

Das System ermittelt aus dem über der A. radialis oder A. brachialis gewonnenen peripheren Pulswellenformen unter Verwendung mathematischer Algorithmen die Pulswellenkurve der zentralen Aorta und errechnet verschiedene Parameter der dynamischen Interaktion des linken Ventrikels und des arteriellen Gefäßsystems. Aus dem mit dem System gemessenen Blutdruck in der A. Carotis und dem mit Hilfe sonographischer Verfahren im M-Mode bestimmten Durchmesser der A. carotis lässt sich die Compliance dieses Gefäßes als Maß für seine Elastizität errechnen.

  • Pulswellengeschwindigkeit (PWV) Messung:

Die Pulswellenlaufzeit ist ein anerkanntes Verfahren zur Messung der Steifheit von großen Arterien. Die Pulswellenlaufzeit beschreibt die Geschwindigkeit, mit der sich eine Druckkurve zwischen zwei Punkten (üblicherweise A. Carotis und A. Femoralis) im arteriellen System bewegt. Die Pulswellenlaufzeit wird direkt durch die Steifheit dieses Arterienabschnitts beeinflusst. Das Sphygmocor Vx System verwendet das Applationstonometrie-Verfahren in Verbindung mit einem 3 Kanal EKG. Der Zeitpunkt des Beginns der Systole in den Druckkurven wird mit dem Zeitpunkt der entsprechenden R-Wellen in der EKG-Aufzeichnung verglichen. Die Zeitverzögerung wird durch die Software berechnet.

Heidelberg Retinal Flowmeter

Messung der kleinen retinalen Gefäße und des kapillären Blutflusses (Blutfluss, Wand-Lumen-Verhältnis) mittels HRT Retina Flowmeter. Dies bietet eine schnelle, nicht-invasive und unkomplizierte Methode zur Beurteilung der retinalen kapillären Perfusion (Netzhautdurchblutung). Diese kapilläre Perfusion spiegelt die zerebrale Perfusion wieder. Zusätzlich wird die Reaktion auf Flickerlicht (Blitzlicht) gemessen, woduch die Dilatationsfähigkeit der Gefäße getestet wird. Weiterhin wird das vaskuläre Remodelling der retinalen Arteriolen (Wiederstandsgefäße) bestimmt. Der äußere Durchmesser und innere Durchmesser werden mittels Ultraschall bestimmt. Für beide Messungen ist kein Weittropfen der Pupille erforderlich. (Quelle: Heidelberg Engineering online)

Messung des kapillären Blutflusses mittels HRF

MRT

Messung der renalen Perfusion mit MRT

Die Messung der renalen Perfusion und der linksventrikulären Hypertrophie mittels Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) ist eine Darstellung der Weichteile des Körpers in verschiedenen Schnittebenen, ohne Strahlenbelastung und ohne Gabe von Kontrastmittel. Durch die Messung können Rückschlüsse auf die Durchblutung der Nieren gezogen werden.

Ebenso können morphologische und funktionelle Untersuchungen des Herzens vorgenommen werden. Die hohe Aufnahmegeschwindigkeit führt zu einer guten Beurteilungsfähigkeit der Herzmuskulatur und der Klappenfunktion.

Arterielle FBF-Messung (Venenverschlussplethysmographie):

Venenverschlussplethysmographie

Die Messung des Unterarmblutflusses (FBF) erfasst die Effekte von verabreichten vasoaktiven Substanzen auf den Gefäßtonus. Das Prinzip besteht darin, dass der arterielle Einstrom in den Unterarm zugelassen wird, der venöse Abstrom aber unterbrochen. Daher reflektiert die Zunahme des Unterarmumfangs den Blutfluss und damit die Gefäßweite. Das Verfahren wird als Venenverschlussplethysmographie bezeichnet. Hieraus wird die Flexibilität der Gefäße abgeleitet.

Mikroneurographie:

Das vegetative Nervensystem, auch autonomes Nervensystem genannt, regelt die Anpassung des Körpers an wechselnde Umweltbedingungen und steuert lebenswichtige Organtätigkeiten. Es obliegt dem sympathischen Anteil des Nervensystems die Anpassung an Aktivität und Leistung und ermöglicht kurzzeitige Höchstleistungen in Stresssituationen mit Steigerung der Herzfrequenz, Steigerung des Blutdruckes, Erweiterung der Bronchien und Verbesserung der Muskeldurchblutung in der arbeitenden Muskulatur. 

In medizinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass bei hypertensiven Patienten (z.B. Niereninsuffizienz- und Dialysepatienten) die muskelsympathische Nervenaktivität (MSNA) im Vergleich zu gesunden Probanden deutlich erhöht ist.